Exerzitienweg

Zeit für Vertiefung:   Entdecke eine jahrhunderte alte Tradition neu. Seit Jahrhunderten suchen Menschen nach Auszeiten im Alltag. Was in diesen Übungen zu finden ist, kannst du heute mit deinem Smartphone entdecken. Lass dich erinnern, dich mehrmals am Tag neu auszurichten: auf deine Mitte, auf das Wesentliche, auf Gott

Die Übungen lassen sich auch als geführte Audio-Meditationen erleben. Sie sind noch in der Testphase und noch nicht in der App. Wir freuen uns über dein Feedback!


Übungen und Ablauf

Jeder Tag besteht aus 3 wiederkehrenden Übungen: Morgens, Mittags und Abends. Je nach Zeitauswahl bekommst du unterschiedliche Fragen für deinen spirituellen Prozess. Sie sollen dir helfen, dein Leben zu klären und deine Spiritualität zu vertiefen. Die Impulse werden nach und nach auf dem Display angezeigt und durch ein Signal begleitet. So kannst du dich ganz auf die Impulse konzentrieren.

Zu den eingestellten Zeiten wirst du mit einem kurzen Hinweis daran erinnert, dir Zeit für die Übung zu nehmen. Die jeweiligen Exerzitien sind aktuell nur in bestimmten Zeiträumen verfügbar: Morgens: 0–12 Uhr / Mittags: 12–18 Uhr / Abends: 18–24 Uhr.

5 Minuten Variante

Du möchtest das Konzept erst einmal kennenlernen oder hast nur wenig Zeit zur Verfügung? Dann wähle diese fünf wertvollen Minuten. Ein smarter Einstieg. Nach einem Moment der Stille helfen dir drei Impulsfragen. So wirst du den Tag bewusst in den Blick nehmen und achtsam werden für Gottes Gegenwart im Alltag.

12/15 Minuten Variante

Du willst dir mehr Zeit gönnen und in deinem Leben achtsamer werden für Gottes Gegenwart? In den 12/15-Minuten-Varianten erlebst du in allen drei Tageszeiten ein weiteres, besonderes Element:

Morgens: Viele Menschen tragen bereits einen spirituellen Schatz an Worten in sich. Welche Worte, biblischen Bilder oder Liedzeilen fallen dir im Blick auf den vor dir liegenden Tag ein? Lass dich überraschen, was dir intuitiv geschenkt wird. Wenn dir nach einiger Zeit nichts in den Sinn kommt, kannst du dich inspirieren lassen. Drück dazu den Button: »Gib mir ein Wort«.

Mittags: Mit welchen Menschen bist du in Liebe und Sorge verbunden? Bete für sie.

Abends: Mit einem liebevollen Rückblick auf den Tag endet die Übung. Achtsam und ohne zu bewerten. Wo hast du die Gegenwart Gottes an diesem Tag wahrgenommen? Wie hat er deinen Alltag zum Leuchten gebracht?

20/25 Minuten Variante

Für einen tiefergehenden, spirituellen Prozess wähle die Variante. Die 5 Kernelemente sind mit der 12/15-Minuten-Variante identisch. Was kommt vertiefend dazu?

Erstens: mehr Zeit bei der Frage, wonach du dich sehnst. Nicht schon beim Ersten, was innerlich aufsteigt, bleiben – sondern warten, ob sich dahinter vielleicht noch eine tiefere Sehnsucht meldet. Kommen dir Bilder in den Sinn? Was spürst du in deinem Körper? Gibt es noch eine tiefer liegende Sehnsucht, die sich zeigt?

Und zweitens: der Tag und deine verschiedenen Möglichkeiten zum Handeln werden bewusster in den Blick genommen. Die inneren Bewegungen, die diese Möglichkeiten in dir auslösen, werden nicht nur wahrgenommen, sondern auch spirituell gedeutet. Welche Möglichkeiten zum Handeln gibt es heute? Woher kommen sie? Wohin führen sie dich? Welche sind von Gottes Geist inspiriert? Was ist gut und heilsam? Was »nährt« Glaube, Liebe, Hoffnung und führt zu einem »Mehr an Leben«? Wo spüre ich dagegen Unfreiheit, Enge, Angst? Welchem Geist will ich Raum geben?
Bei einer alltagsrelevanten Kontemplation werden die Gedanken, Gefühle und Willensimpulse zunehmend klarer. Ein Schleier aus alten Mustern lichtet sich. Ein Leben aus mentalen und emotionalen Wiederholungsschleifen öffnet sich zu einem Leben im hier und jetzt. Erfahre Gottes Liebe und Kraft – mitten im Alltag.

Rhythmus, Reflexion und der spirituelle Prozess

Typisch für klassische Exerzitien: Ganz bewusst kehren jeden Tag die gleichen Impulse wieder. Der vertraute Rhythmus vertieft den Prozess. Lege bei diesem spirituellen Übungsweg den Leistungsdruck ab. Die Übungen sind keine weitere Pflicht im vollen Tagesprogramm. Mit Leistungsdruck verlierst du die Freunde und Offenheit für diese Erfahrung. Kritisiere dich nicht für Fehlschläge! Gratuliere dir stattdessen für jeden kleinen Erfolg. Weniger ist mehr.

Du wirst vermutlich Höhen und Tiefen mit Lust und Lustlosigkeit erleben. Gerade dann, wenn du am liebsten aufhören würdest, bleib dran. Lass dich überraschen, welche Erfahrungen mit Gott du in dieser Phase geschenkt bekommst.

Gemeinsam auf den Weg machen

Deine Reise profitiert vom Austausch mit anderen. Wenn du magst, starte den Übungsweg gemeinsam mit einer vertrauten Person oder Gruppe. Verabredet euch und sprecht über eure Erfahrungen. So könnt ihr euch gegenseitig motivieren, dran zu bleiben.
Wenn du individuelle, spirituelle Begleitung suchst, dann melde dich gerne hier.