Modus Exerzitien

Bevor es los geht

Der Modus Exerzitien beginnt immer mit einem neuen Tag. Wenn du die App z.B. Mittags eingerichtet hast, wird sich die App erst am Morgen des nächsten Tages bei dir melden. Du kannst diese Zeit nutzen, um dich mit Freund*innen oder Kollegen*innen verabreden und die App gemeinsam zu erleben. Dafür drückst du am besten den Button »Einstellungen teilen« im Einstellungsmenü. Zusammen macht die App mehr Spaß und es fällt leichter, dran zu bleiben. Tausch dich mit andern z.B. einmal  in der Woche aus und teilt eure Erfahrungen. Das vertieft den gemeinsamen, spirituellen Prozess.

Die Übungen

Jeder Tag besteht aus 3 wiederkehrenden Übungen, Morgens, Mittags und Abends. Dabei werden – je nach Intensität –unterschiedliche Fragen gestellt. Sie helfen dir, dein Leben zu klären und deine Spiritualität zu vertiefen. Durch ein kleines Tonsignal und die Vibration wirst du durch die jeweilige Gebetszeit geführt. Wenn du es hörst bzw. spürst, kannst du die Frage auf dem Display wahrnehmen, um dann wieder »abzutauchen«. Wundere dich nicht. Es sind über mehrere Wochen die gleichen Fragen. Das vertieft deinen spirituellen Prozess durch einen vertrauten Rhythmus.

Intensität und Dauer

Du kannst jeweils für Morgens, Mittags und Abends die Intensität und Länge der Übung voreinstellen. Die App erinnert dich zu den eingestellten Zeiten mit einem kurzen Hinweis daran, dir Zeit für die Übung zu nehmen. Du hast an einem Tag zu wenig Zeit? Oder du willst dir mehr Zeit nehmen? Du kannst jederzeit die Dauer und Intensität vor dem Start variieren.

S – drei Impulse

Du möchtest das Konzept erst einmal kennenlernen oder hast nur wenig Zeit zur Verfügung? Dann wähle S und nimm dir fünf wertvolle Minuten. Ein smarter Einstieg. Nach einem Moment der Stille helfen dir drei Impulsfragen. So wirst du den Tag bewusst in den Blick nehmen und achtsam werden für Gottes Gegenwart im Alltag.

M – fünf Impulse

Du willst dir mehr Zeit gönnen und in deinem Leben achtsamer  werden für den Geist Gottes? Mit der Variante M kannst du zwischen 12min oder 15min auswählen. Die Impulse sind gleich, die Zeit für die Übung wählbar.

Es beginnt mit einer kurzen Stille. Achte auf deinen Atem. Werde präsent. Gott ist da, du bist da, das genügt. Spüre der Frage nach: Wonach sehnst du dich in diesem Moment? Was ist dein inneres Bild dazu?  Ausgehend von diesem Gebet wird der Tag in den Blick genommen. Was liegt hinter dir, was kommt auf dich zu? Welche Gedanken, Gefühle und inneren Bewegungen zeigen sich? Werde achtsam für Gottes Gegenwart. Kannst du sie wahrnehmen? Was spürst du?

In allen drei Tageszeiten gibt es ein besonderes Element:

Morgens: Viele Menschen tragen bereits einen spirituellen Schatz an Worten in sich. Welche Worte, biblischen Bilder oder Liedzeilen fallen dir im Blick auf den vor dir liegenden Tag ein? Lass dich überraschen, was dir intuitiv geschenkt wird. Wenn dir nach einiger Zeit nichts in den Sinn kommt, kannst du dich inspirieren lassen. Drück dazu den Button: »Gib mir ein Wort«.

Mittags: Erinnere dich nochmals an die Bilder, Liedzeilen oder Worte, die dir am Morgen gekommen sind. Was hat dich daran berührt?

Abends: Mit einem liebevollen Rückblick auf den Tag endet die Übung. Achtsam und ohne zu bewerten. Wo hast du die Gegenwart Gottes an diesem Tag wahrgenommen? Wie hat er deinen Alltag zum Leuchten gebracht?

Am Ende des Tages bist du eingeladen, dich mit den Menschen, die dir am Herzen liegen – und mit denen du diese Exerzitien gemeinsam erlebst - zu verbinden. Du kannst in Gottes Gegenwart ihre Namen nennen. So seid ihr auf besondere Weise miteinander verbunden.

L – sieben Impulse

Für einen tiefergehenden, spirituellen Prozess wähle L. Du kannst dir dafür 20 min oder 25min Zeit nehmen. Die 5 Kernelemente sind identisch mit der Variante M. Was kommt weiterführend dazu?

Die Frage, wonach du dich sehnst, bekommt mehr Zeit. Nicht schon beim Ersten, was innerlich aufsteigt, bleiben - sondern warten, ob sich dahinter vielleicht noch eine tiefere Sehnsucht meldet. Kommen dir Bilder in den Sinn? Was spürst du in deinem Körper? Welche Sehnsucht verbindet dich mit Gott?

Und zweitens: der Tag und deine verschiedenen Möglichkeiten zum Handeln werden bewusster in den Blick genommen. Die inneren Bewegungen, die diese Möglichkeiten in dir auslösen, werden nicht nur wahrgenommen, sondern auch spirituell gedeutet. Welche Möglichkeiten zum Handeln gibt es heute? Woher kommen sie? Wohin führen sie dich? Welche sind von Gottes Geist inspiriert? Was ist gut und heilsam? Was »nährt« Glaube, Liebe, Hoffnung und führt zu einem »Mehr an Leben«? Wo spüre ich dagegen Unfreiheit, Enge, Angst? Welchem Geist willst du Raum geben?

Bei einer alltagsrelevanten Kontemplation werden die Gedanken, Gefühle und Willensimpulse zunehmend klarer. Ein Schleier aus alten Mustern lichtet sich. Ein Leben aus mentalen und emotionalen Wiederholungsschleifen öffnet sich zu einem Leben im hier und jetzt. Erfahre Gottes Liebe und Kraft – mitten im Alltag.

Der spirituelle Prozess

Du kannst wählen, über welchen Zeitraum du die Exerzitien praktizieren möchtest. Eine Woche? Oder vier Wochen? Bis zu sieben Wochen kannst du wählen. Je länger, je tiefer der Prozess und seine Nachhaltigkeit. Von daher unser Tipp für dich und euch: 4-6 Wochen. Es lohnt sich!

Zusammen oder allein?

Wir empfehlen dir für diesen spirituellen Prozess, deine Erfahrungen mit andern zu teilen. Mach die Exerzitien zusammen mit Freund*innen, Kolleg*innen oder einer Gruppe. Trefft euch zum Austausch live, per Telefon, Videokonferenz, in einer Kurznachrichtengruppe. Gemeinsam macht es erfahrungsgemäß mehr Spaß, führt zu gegenseitiger Ermutigung und Inspiration und hilft, dran zu bleiben.

Wenn du individuelle, spirituelle Begleitung suchst, dann melde dich gerne hier.

Eine Frage der Haltung

Lege bei diesem spirituellen Übungsweg den Leistungsdruck ab. Die Übung ist keine weitere Pflicht im vollen Tagesprogramm. Mit Leistungsdruck verlierst du die Freunde und Offenheit für diese Erfahrung.

Kritisiere dich nicht für Fehlschläge! Gratuliere dir stattdessen für jeden kleinen Erfolg. Weniger ist mehr.

Denk daran: es gibt Höhen und Tiefen wie auch Lust und Lustlosigkeit im Übungsprozess. Gerade dann, wenn du am liebsten aufhören würdest, bleib dran. Und lass dich überraschen, welche Erfahrungen mit Gott dir dann geschenkt werden.